Chaos

Chaos

Chaos

Nur das eine Worte reicht aus um meine Gedanken, meine Gefühle und mein Leben nun zu beschreiben.

Unglaubliche sieben Tage sind bereits verstrichen. Sieben Tage voller Termine die man mit 37 Jahren in Verbindung mit seinem Lebensgefährten einfach nicht haben sollte. Sieben Tage, in denen meine Gefühle verrücktspielen. Sieben Tage, in denen mein Herz Schwerstarbeit leistet um nicht zu zerspringen.

Den Abschied seiner großen Liebe zu planen und zu organisieren ist unmenschlich. Seine persönlichen Gegenstände, die er bei sich hatte und sein Rennrad entgegen zu nehmen kaum zu ertragen. Täglich darf (muss?) ich noch seine E-Mails lesen, da wir auch zusammengearbeitet haben, es ist jedes Mal so als höre ich dabei seine Stimme wie er den Text liest.

Stunden habe ich damit verbracht hunderte unserer Fotos anzusehen, die während der gemeinsamen Zeit entstanden sind. Stunden haben ich die ganzen Livebilder in meinem iPhone gewälzt um zu sehen wie er sich bewegt. Stunde habe ich nach einem Video oder Livebild gesucht wo ich seine Stimme hören kann. Ich habe sämtliche Veranstalter der letzten Wettkämpfe angeschrieben um die Finisher Clips unserer Läufe zu bekommen, diese sind wir alle Hand in Hand ins Ziel gelaufen. In diesen Stunden des Suchens und Betrachtens war er noch da, es war so unwirklich.

Doch dann kamen auch die Momente wo es nicht mehr tröstlich war die Bilder und Videos zu sehen. Wo das Herz dermaßen geschmerzt hat, dass ich es kaum ausgehalten habe. Wo ich einfach aufgeben wollte. Sven wäre unbeschreiblich traurig mich so zu erleben, also reiße ich mich wieder zusammen. Sehr genau weiß ich was er für Worte er in dieser Zeit für mich gefunden hätte und ich spüre seine Hand auf meinem Arm.

Dieses Wissen hilft mir aufrecht zustehen. Mein Schatz war ein positiver und lebensbejahender Mensch, ja es gab auch beschissene Tage doch dann hat er den Blick wieder nach vorn gerichtet und losgelegt. Und genau das tue ich auch.

Dank der großartigen Menschen, welche wir im Trainingslager auf Fuerteventura kennengelernt haben, habe ich nun einen Startplatz für die Challenge Roth 2019. Als ich die Nachricht erhalten über meine Möglichkeit nächsten Jahr zu starten erhalten habe, habe ich geweint wie ein Kind. Er war so stolz drauf, dass ich mich dieser Herausforderung stellen wollte.

Ach Schatz, Du hast mir versprochen niederzuknien, wenn ich eine Langdistanz finishe. Du kennst ja mein Gedächtnis, also wenn wir uns in vielen Jahren wiedersehen, darfst Du mich kniend begrüßen. <3

Die Existenz

Wir waren geschäftlich sehr verwoben, was mein Weiterarbeiten gerade zu einer größeren Herausforderung macht. Sven war ein Genie auf diesem Gebiet und er hat mir sooo viel beigebracht, es muss also irgendwie zu schaffen sein.

Unsere beiden geschäftlichen Vorhaben habe ich noch nicht zu den Akten gelegt. Ich sammle meine Gedanken, meinen Fokus und werde für diese Vorhaben auch auf einige der unzähligen Hilfsangebote von seinen Freunden eingehen. Ich will mich der Herausforderung stellen!

Energie

Es ist kaum zu fassen was für Energie und Tatendrang mich seit gestern durchströmen.

Er wäre gestern im übrigen 44 Jahre alt geworden, ich dachte immer wir haben noch 40 vor uns…

Ich kritzle viele Dinge in mein Notizbuch aus den unterschiedlichsten Bereichen: geschäftliche Ziele, langfristige sportliche Ziele und andere Gedanken.

Sicher finden sich viele die sagen: „Dein Unterbewusstsein will Dich mit Beschäftigung schützen.“ Ich hingegen bin der festen Überzeugung, dass es unsere gemeinsame Energie ist. Genau so war er und genau so ticke ich und nun ticke ich für uns beide!

Mein Hasimausi, auch wenn ich bei Weitem noch nicht alles in meinem Kopf geordnet habe, so kann ich Dir jetzt schon sagen, dass ich unseren Sport weiter mache. Meine nächsten Wettkämpfe laufe ich für Dich und ich werde es Dir nicht einfach machen. Diesmal musst Du Dich mehr anstrengen um mit Deinem fröhlichen „Hab Dich!“ unweit vom Ziel neben mir zu laufen.

#jst4uSven

Danke

Ich danke jedem Einzelnen von euch für die vielen lieben und tröstenden Worte. Nie habe ich meine Gefühle so öffentlich dargestellt, doch ich bin froh es getan zu haben. Ihr habt mir alle Kraft gegeben. Der Zusammenhalt mit seiner Familie ist ganz toll und meine Eltern sind unglaublich.
Bessere Ellis kann man sich nicht wünschen!

Sekunden

Sekunden

Es waren Sekunden die gestern mein Leben aus der Bahn geworfen haben. Sekunden in denen nicht gesprochen wurde. Nur Sekunden hat die Polizistin ihren Kopf geschüttelt. Und nur Sekunden habe ich benötigt um zu verstehen.

Mein bester Freund, meine andere Hälfte und meine große Liebe hat gestern bei einem Radunfall die Seiten gewechselt. Wieder nur Sekunden in denen ein Fehler die Welt verändert.

Wir waren wie Pech und Schwefel, wie Ying und Yang. Ich habe etwas gesehen und er wusste was ich darüber dachte. Wir sprachen Sätze synchron aus und schrieben uns exakt zur gleichen Zeit Nachrichten. Ich dachte an ihn und er rief mich an.

Wir haben so unfassbar viel erlebt, ja wir hatten auch schlechte Zeiten. Doch in den guten haben wir das Leben in vollen Zügen genießen können. Wir liefen gemeinsam unseren ersten Marathon in Hamburg. Qualifizierten uns im selben Jahr für unser großes Ziel in Berlin: den Two Oceans Marathon. Auch diesen durften wir zusammen erleben.

Mountainbiken in den Dolomiten, Cabrio fahren durch Europa, wochenlang unsere gemeinsames Traumland Südafrika durchstreifen und kennen lernen.

Er war bei meinen ersten Triathlon Versuchen dabei und Hand in Hand sprangen wir durch das Ziel unserer ersten Olympischen Distanz. Beim Himmelswegelauf vor wenigen Wochen half er mir ins Ziel als ich schwächelte.

Bei unseren Radausfahrten half ich ihm nach Hause als er schwächelte. Mit dem Ironman 70.3 in Zell am See und dem New York Marathon waren unseren nächsten Highlights bereits fix geplant. Ich war so voller Freude als er mir von New York berichtete.

Wir haben für einander eingestanden, wenn es beruflich beschi…. lief. Letztes Jahr war ich seine breite Schulter, dieses Jahr er meine.

Es gibt keine Worte die annähernd beschreiben wie es sich anfühlt so einen besonderen Menschen zu verlieren. Diese Nacht war mein Herzklopfen so schwer und laut, dass man es sicher auf der Straße gehört hat. Meine Welt ist gerade nur schwarz-weiß. Ich weiß noch gar nicht wie ich ohne ihn sein soll.

Mein Koalabärchen,

ich danke Dir für jeden Augenblick der Liebe und Wärme den Du mir gegeben hast. Für alles was ich von Dir lernen konnte. Für so viele Momente des Lachens. Du bist zu einem ganz besonderen und tollen Mann geworden und ich bin so glücklich, dass ich Dir das auch gesagt habe.

Ich werde mein Leben so weiterführen, dass Du stolz und glücklich auf mich herabschauen kannst. Du wirst immer ein Teil meines Lebens sein und ich werde unsere gemeinsamen Ziele weiterverfolgen, denn ich weiß Du bist an meiner Seite. Ich weiß wie Du Dich immer gefreut hast, wenn ich im Blog über uns geschrieben habe. Daher führe ich ihn weiter. Für Dich, für uns.

Ich liebe Dich,

Deine Heike

P.S. Deine zwei Fellnasen werden es gut bei mir haben, ich werde Ihnen all meine Liebe zukommen lassen.

Two Oceans Ultra Marathon 2018 Südafrika

Two Oceans Ultra Marathon 2018 Südafrika

Warum der Two Oceans Marathon?

Während unserer ersten Südafrikareise im Januar wurde der Plan für den 56 km Lauf geschmiedet. Die ganze Geschichte habe ich damals auch verbloggt #mywayto56

Unsere unmittelbare Vorbereitung

Schon nach dem Berlin Marathon gingen die Trainingsgedanken Richtung Two Oceans Marathon, obwohl meine Motivation nach der Berlin Pleite nicht sonderlich hoch war.
Die Laufumfänge wurden mehr und die langen Läufen ausgedehnter. Soweit war ich dann auch zufrieden zumindest bis Ende März.

Ende März zeigte das Thermometer so aberwitzigen Temperaturen wie -13 Grad. Da hört bei mir so richtig der Spaß auf und ich setze kaum noch einen Fuß vor die Tür. Ich friere dann quasi schon, wenn ich aus dem Fenster schaue. Also hatte ich diese Woche nur ein paar Rollenkilometer im Warmen gesammelt.

Die Woche darauf stand dann planmäßig unser Triathlon Trainingslager auf Fuerteventura an. Das lief wie gedacht, zwar wenig gelaufen doch  dafür viel Grundlage auf dem Bike.
Bei Sven geriet hier die Vorbereitung schon ins wanken, er hatte mit einer Plantarfasziitis zu kämpfen. Braucht kein Mensch!

Im Trainingslager hatte ich mir dann eine Erkältung eingesammelt. Welche sich hartnäckig bis pünktlich kurz vor dem Start des Ultras hielt. Damit standen stolze 17,7km Vorbereitungskilometer im März Kalender. Sven’s Zähler zeigte noch weniger an.

Optimal! Oder? Das machte unser Vorhaben doch noch bedeutend spannender. 😉

Taucht ein in die Ultra Welt

In den folgenden Zeilen nehme ich euch mit auf eine Reise voller Glück, Staunen, Verzweiflung und Schmerzen.

56km To Go

Ich hatte nicht erwartet diese Nacht fabelhaft zu schlafen. So konnte ich zunächst nicht einschlafen um dann regelmäßig wach zu werden. Um 3:18 habe ich dann vorzeitig den Wecker geweckt. Das überraschende Anbrüllen was er so gerne fabriziert habe ich mir allerdings verkniffen.:)
Trotz abartiger Uhrzeit bin ich hellwach. Nach dem ich das bisschen Nacht im Bad hinter mir gelassen habe, stehe ich der ersten Herausforderung des Tages gegenüber: Frühstück. Ich bin ja bestimmt eine kleine Raupe doch um die Zeit fällt essen wirklich schwer. Diesmal setze ich nicht wie gewohnt auf Riegel sondern koche mir ein Porridge mit ordentlich Banane und Honig. Noch zweieinhalb Stunden bis zum Start.

Don’t drive. Fly!

Unser bestelltes Taxi steht pünktlich vor der Tür. Dem Fahrer kurz erklärt wo wir hin wollen und ab geht die wilde Fahrt. Kennt ihr den Film „Taxi, Taxi“? Die Fahrt war dem sehr ähnlich nur mit Tafelberg statt Eiffelturm. Durchschnittsgeschwindigkeit hundert Stundenkilometer. Rot und Grün? An dem Morgen nur unbedeutende Farben. Der Fahrer hat Stress noch andere Läufer wollen pünktlich zum Start. Als wir landen sind es noch zwei Stunden bis zum Start.

Das Abenteuer beginnt

Ein Gewusel im Startbereich des Two Oceans Marathon.

Endlich stehe ich im Startbereich des OMTOM 2018.

Die Einteilung der Startblöcken erfolgt nach Vorleistung bei der Qualifikation. In unserem Fall dem Berlin Marathon. Da ich Berlin keine gute Leistung abrufen konnte reihe ich mich recht weit hinten in Startblock E ein. Sven ist einiges vor mir und wird aus C starten. Kurz hatten wir drüber nachgedacht gemeinsam zu laufen, den Gedanken jedoch aus taktischen Gründern zu den Akten gelegt.

In etwa fünfzehn Minuten wird der Startschuss fallen. An dieser Stelle von Läufen gehe ich gerne nochmal in mich. Visualisiere den Zieleinlauf, in dem Fall innerhalb des Cut off, und gehe meine Versorgungstaktik nochmal durch.

Der Moderator in der Startzone fragt welche Läufer nicht aus Süd­afrika stammen. Händchen in die Höh! Direkt werde ich von den Umstehenden willkommen geheißen und ausgequetscht wo ich herkomme und was mein Zeitziel ist. Mein Zeitziel? Ich lache und antworte, dass ich einfach nur ankommen möchte. Wenn die wüssten was für eine grandiose Vorbereitung ich hinter mir habe…

Noch wenige Minuten bis zum Start, die Nationalhymne wird angestimmt und alle singen mit. Ein Gänsehautmoment!

Noch dreißig Sekunden. Meine Gedanken schweifen zu Sven, auf das der Fuß halten möge.

Noch zehn Sekunden. Kaum zu glauben nach zwei Jahren Planung und Vorbereitung stehe ich tatsächlich hier an der Startlinie.

Peng. ES GEHT LOS!

Lucas -Der Pacemaker

Meine Vorstellung ist den Two Oceans eher in Grundlagenbereich zu laufen. So zwischen 6:30 und einer 7-er Pace. Zum einen weil mir die Zeit heute unwichtiger nicht sein könnte, zum anderen weil ich bei dem Tempo kaum Sorgen mit der Energieversorgung habe. Im Training konnte ich die 40er Läufe ohne Gel oder Sonstiges laufen.

So suche ich noch meinen Platz in den Maßen. Lasse den Pace­maker für 7:00h und 6:54h hinter mir.

Auf einmal taucht der Pacemaker für 6:30h vor mir auf. Hier wird gesungen, gepfiffen und geklatscht. Cooler Rhythmus, die Zielzeit klingt vernünftig also reihe ich mich in der Traube der Läufer ein. Die Stimmung ist in Worten nicht wiederzugeben. Ein Tamburin erklingt im Takt der trommelnden Füße. Stimmen klingen in Melodien ein. Oberkörper wiegen sich im Takt. Nach einigen Kilometern ertappe ich mich wie ich anfange zu summen. 🙂

An den Versorgungspunkten zeigt sich der Zusammenhalt. Ein paar Läufer schwärmen aus und bringen für den Rest der 6:30er Meute Wasser mit. Das Wasser wird hier, anders als bei uns, in Tüten ausgegeben, ähnlich der Milchtüten früher in der Schule. Von wegen Laufen ist kein Teamsport.

Die Kilometer fliegen nur so dahin. Meine Augen scannen regelmäßig den Rand, ich bin so erleichtert Sven bis jetzt nicht gesehen zu haben. Wir sind nun nach der Halbmarathon Marke und mein Optimismus steigt dass er durch kommt.

Der erste Anstieg liegt vor mir. Dieser wird von einem traumhaften Ausblick auf Noordhoek Beach begleitet. Es scheint nicht nur mir den Atem zu rauben, denn auf einmal hört man nur noch das trommeln der Laufschuhe auf dem Asphalt. Die Stimmen sind verstummt.

Chapmans Peak Climb – Der Zerstörer

Der Anstieg startet etwa bei km 29 und schraubt sich stetig in die Höhe. Lucas leistet auch hier tolle Arbeit. Das singen weicht einem taktvollen Pfeifen. Das reist einfach so sehr mit, dass man gar nicht auf gehen umschalten kann. Geschickt streut Lucas immer wieder Gehpassagen ein. Ein Countdown kündigt anschließend das Weiterlaufen an. Geniale Taktik! Alle bleiben dran und die 4,5km bergauf liegen im Handumdrehen hinter uns. Er und seine Copiloten haben es voll drauf.

Das feierliche „Well done“ und das High-Five von einer Mitläuferin werden nur noch von der Kapelle getoppt, welche uns auf dem „Gipfel“ erwartet.

Was man hoch läuft muss man auch wieder runter, mit dem Bike ist das immer die Stelle wo der Spaß anfängt. Wer noch keinen Trail gelaufen ist oder bei einem Straßenlauf noch keine längere bergab Passage hatte wird es kaum glauben:

Runter ist härter als hoch.

Meine Oberschenkel ackern und arbeiten. Bei jedem Schritt müssen sie mich abbremsen. Rechts geht es langsam los, ich merke praktisch wie die Muskeln kaputt gehen. Es fühlt sich an wie eine Eisfläche, welche mit jedem Schlag weitere Risse bekommt. Ich versuche rund zu laufen und rollen zu lassen dennoch wird es rasant schlimmer. Schließlich sind beide Oberschenkel bei jedem Aufkommen ein einzig schmerzender Klumpen. Zum Glück sind es ja nur noch etwa 16 km…

Erstaunlicherweise vergingen die ersten 40km wie um Flug. Klingt komisch, ist aber so!

Von Schmerz und Angst

Die letzten 16km muss ich nun ohne die musikalische Unterstützung der 6:30er Gruppe bewältigen. Ich habe versucht dran zu bleiben konnte jedoch das Tempo bergab nicht halten.

Als es endlich wieder flach wird fiebere ich der nächsten Verpflegungsstelle und einem eiskalten Wasser entgegen. „No water, just icecold Coke“
What? Wenig glückliche nuckle ich die warmen Wasserreste aus meinem Camelbak. Wenig erfrischend doch Wasser ist Wasser.

Inzwischen ist jeder schritt eine Qual. Die Marathon Marke passiere ich nach 5h, heißt 20 Minuten Vorsprung zur Cut Off Zeit. Die Cut Off Zeit liegt bei sieben Stunden. Jeder der länger braucht ist raus, kein offizieller Finisher und geht demzufolge auch ohne Medaille nach Hause.

Den nächsten Anstieg gehe ich komplett. Was heißt ich. Alle! Absolut niemand ist mehr im Laufschritt unterwegs. Bis es wieder bergab geht. Na los! Aua! Nee, auf keinen Fall. Ich beschließe den Rest des Ultras zu walken bzw. zu gehen, denn wenn nichts staucht tut auch nix weh. Irgendwo komme ich jedoch so nicht vom Fleck. Wie zum Kuckuck schaffen die Geher so ein irres Tempo?

Es sind noch etwa 8km und seit gefühlt einer Stunde versuche ich herauszufinden wie schnell ich laufen muss um unter der 7h Marke ins Ziel zu hechten. Mein Hirn ist nicht weniger rissig als meine Oberschenkel, ich raffe es einfach nicht.

Hah! Ich stelle auf meiner Garmin eine Seite mit Uhrzeit und Geschwindigkeit ein. So schaff ich es tatsächlich auszurechnen wie viel Stundenkilometer ich laufen muss.

VERDAMMTE SCH…. !

Der Vorsprung ist dahin, nun muss ich beißen. Die Beine bewegen sich wieder schnellen 8km/h…. 9km/h so ist gut, so schaffe ich es. Bei jedem Schritt fühlt es sich an als reißen die Muskeln in den Oberschenkeln weiter ein. Der Brustgurt versucht mich recht erfolgreich in zwei Teile zu zersägen.

Ich wusste es wird weh tun, hätte aber gern Unrecht gehabt.

In Massen überhole ich nun andere Läufer. Wissen die wie eng es wird?

Die Medaille nehme ich mit nach Hause und wenn ich hinter der Ziellinie nur noch kriechen kann!

Sportler haben einen Knall, oder?

Noch 1km. Es mogeln sich so Gedanken ein wie „halte doch einfach an“. Wer hat das gesagt? Geh einfach weg! Ich bin mir sicher, dass ich nicht noch einmal loslaufen kann, wenn ich nochmal ins Gehen wechsle.

Ich laufe, kämpfe, leide und rechne. Noch 500m. Es geht nochmal bergab. Welcher Armleuchter plant sowas? Mit einem Painface der übelsten Sorte steuere ich der Zielgeraden entgegen. Noch 1oom. Die Uhr zeigt 6:54.

Ich schaff es.

ICH HABE ES GESCHAFFT!

Im Ziel

Medaillen waren schon knapp und nicht mehr an jedem Zieldurchgang zu bekommen. Doch ich habe meine um den Hals. Erleichtert und völlig, sorry für die Wortwahl, im Arsch. Ich versuche mein Gehirn soweit zu reaktivieren, dass ich nicht anfange ziellos im Kreis zu laufen.

Das Handy zeigt keine Nachricht von Sven. Für mich ein gutes Zeichen. Wir hatten uns am Meeting Point 4 verabredet. Die 4 entdecke ich… Oben! Nee, echt jetzt? Leise vor mich hin fluchend und etwas wimmernd schleppe ich mich wie eine 110 jährige die Stufen hinauf. Geschafft!

Da ist sie die große vier und was ist daneben? Ein Pfeil der nach unten zeigt. Ich kann die Träne nur mühsam zurück halten.

Nach etwa 5 Minuten bin ich die 20 Stufen wieder runter geeilt und finde endlich die Meeting Zone. Schwankend lasse ich den Blick streifen.

Als ich Sven entdecke kann ich plötzlich wieder lächeln. Ich sprinte los! Naja laufe. Ja gut, ich schlurfe. Wir fallen uns in die Arme beide mit der Medaille um den Hals, beide mit Pippi in den Augen. Tränen der Erleichterung, weil es der andere auch ins Ziel geschafft hat.

Nach zwei Jahren der Planung und Vorbereitung dürfen wir uns Ultraläufer nennen!

Ultraläufer, was für ein Gefühl…

Tja, wie fühlt man sich nach so einem Ultra mit einer so tadellosen Vorbereitung? Unmittelbar nach dem Lauf war es mir nicht möglich etwas vom Fußboden aufzuheben. Schon das Abstellen meiner Wasserflasche barg das Risiko diese für immer zu verlieren. Es war mir nicht möglich mich so weit zu bücken.

Zu unserem Appartement in Kapstadt führte eine etwa 25cm hohe Stufe. Wir standen kurz ratlos davor und wussten nicht so recht wie wir hochkommen sollten.

Nach dem Duschen war Füße abtrocknen eine wirkliche Herausforderung.

Kurz um: wir waren richtig kaputt.

Ist das gesund? Nein, dass war wirklich ein Angriff auf unsere Körper und das lassen diese uns auch in aller Deutlichkeit wissen.

Die Nacht danach fanden wir kaum Schlaf, jede Bewegung, jedes Muskelzucken war von Schmerz begleitet.

Regeneration

Wer seinen Körper dermaßen quält muss ihn auch zu pflegen wissen. So haben ich in den Tagen danach mein Essen mit Bedacht ausgewählt. Mit Pferdesalbe und Kompression gearbeitet.

Heute ist der Dritte Tag nach dem Lauf. Ich habe das Glück wieder gut auf den Beinen zu sein. Mein armer Mann leidet noch sehr. Doch ich bin sehr zu zuversichtlich, dass er sehr bald wieder frech wird. Nun genieße ich die Ruhe noch ein wenig. 🙂

WIR SIND ULTRA LÄUFER!

Trainingslager im Las Playitas – Ein Sportlertraum

Trainingslager im Las Playitas – Ein Sportlertraum

Triathlon Trainingslager

Letztes Jahr erreichte uns das Angebot eine Gruppe Triathleten in ihr jährliches Trainingslager zu begleiten. Der Termin war nur vier Wochen vor dem Two Oceans Marathon und fiel damit in unsere unmittelbare Vorbereitung.

Dennoch zögerten wir nicht lange und sagten freudig zu. Die Chance neue Leute kennen zu lernen welche die gleichen Interessen teilen und ein Triathlon Trainingslager mitzuerleben war einfach zu verlockend. Damals hatte ich den Hotelnamen Las Playitas noch nie gehört bzw. bewusst war genommen. Inzwischen lese ich ihn in jeder Zeitschrift und gerade jetzt im März x-Mal am Tag in den sozialen Medien.

Auf nach Fuerteventura!

Anfang März war es endlich soweit. Der Koffer wurde ein und direkt wieder ausgepackt…
Viel zu klein! Der ganz Große musste ran. Sieben Tage sind zwar nicht lang, aber die Ausrüstung für drei Sportarten inklusive Pedale und Radhelm musste ja schließlich mit. Meine professionelle Erfahrungen als Tetris Spieler halfen mir auch diesmal weiter.

Am Morgen brachen wir bei sibirischen -13 Grad auf, was die Vorfreude auf die Sonne nur noch steigerte.

Einen kleinen Teil der 26-köpfigen Sportgruppe durften wir auf dem Leipziger Flughafen schon kennenlernen. Der Kennenlernteil ist für mich anstrengender als die Sporteinheiten, da mein Gesicht-Namens-Gedächtnis nur sehr rudimentär ausgeprägt ist. Doch fünf Stunden Flugzeit sollten mir die Möglichkeit geben die ersten sechs Namen zu lernen.

Las Playitas auf Fuerteventura – Ein Sportlertraum

Nachdem der Bustransfer vom Flughafen zum Hotel mein Gesicht in einen Grünton à la Shrek getaucht hatte, brauchte ich ein paar Minuten um mich über die Ankunft zu freuen.

Doch dann wurde mit jedem Meter auf der Anlage mein Grinsen breiter. Wohin das Auge blickte Läufer, Radler, Schwimmer und unzählige andere bewegungsfreudige Menschen. Cool!

Das Las Playitas ist ein wenig wie ein eigenständiges Dorf. Es gibt einen kleinen Supermarkt, Restaurants, Bars, Shops rund um Sportausstattung und Bekleidung. Und egal wo mein sein Geld ausgeben will überall kann man auch aufs Zimmer buchen lassen. Cool!

Zeitnah lernten wir auch den ersten Trainer persönlich kennen. Andreas von A.W. Sportcoaching organisiert und leitete mit zwei weiteren Trainern die Sportlerbande durch die geplanten 10 Tage. Cool!

Das Schwimmen

50m Pool im Las Playitas

Schwimmen im 50m Pool

Andreas hatte für uns eine Bahn im traumhaften olympischen 50m Pool gebucht. Ab 6:30 Uhr hieß es Schwimmbrille auf und ab in die Fluten. Ich bin nicht der geborene Frühaufsteher doch für das Training fiel es mir gar nicht so schwer aufzustehen. Draußen war es um die Zeit noch stockdunkel und keine 20 Grad warm. Wenn es etwas gibt was meiner Motivation einen Dämpfer verpassen kann dann ist es Kälte.

Mit Gänsehaut und Angst vor der noch unbekannten Wassertemperatur lief ich zum Pool. Die ersten Fleißmeisen zogen schon ihre Bahnen. Am Pool lag jeden Morgen ein neuer Schwimmplan aus der zwei Leistungsstufen enthält: die ganz Schnellen und der Rest. Ohne Frage gehöre ich nicht zu den Schnellen. Arbeite aber daran. ?

Also raus aus der schützenden Stoffpelle und ab ins Wasser. Splash…. und? Ein Lächeln machte sich noch unter Wasser auf meinem Gesicht breit. Das Wasser war warm!

Schwimmen ist aktuell noch die Disziplin mit dem meisten Potential für mich, umso mehr freute ich mich über die Tipps die mich von den anderen Athleten und Andreas erreichten. Ich speicherte jedes Wort ab um auch in meinem Training daheim an den Schwächen arbeiten zu können.

Kurz nach sieben startete auch die Sonne in den Tag. Ich sage euch allein der Sonnenaufgang war das zeitige Aufstehen wert!
Ich bin in solchen Momente immer unglaublich dankbar dies erleben zu dürfen.

Die Arbeitsponys – Cervelo R3 Di2

Da wir noch keine Radkoffer besaßen hatten wir uns im Vorfeld im Las Playitas Bike Center Rennräder reserviert. Zwei Cervelo R3 Di2 durften uns die sieben Tage begleiten. Bei der Abholung war ich erstmal kurz enttäuscht. Langweilig aussehende Rennräder wurden übergeben. Verwöhnt!

Nachdem wir uns die Drahtesel zu unserer Zufriedenheit eingerichtet hatten ging die Reise auch schon los. Drei Gruppen sind für die Ausfahrten geplant: die Raketen, die langsameren Raketen und eine sogenannte Cappuccino Gruppe. Wer mich kennt wird wissen, dass ich nicht unbedingt in der Cappuccino Gruppe mitfahren wollte. Mag ja keinen Kaffee. ? Da wir aber keinen blassen Schimmer hatten wie die Leistungsklassen verteilt sind schlossen wir uns erstmal der Cappuccino Gruppe an.

Wir sind vorher allein oder nur zu zweit Rad gefahren, daher brauchte es eine kurze Eingewöhnung an Handzeichen und das Windschattenfahren. Die ersten Kilometer waren recht gemütlich. Ich fing an zu Strahlen als der erste Berg gefolgt von der ersten Abfahrt kam. Dümmlich grinsend mit Fahrtwind im Gesicht flog ich über die Straßen.

Das zweite Mal an diesem Tag das ich eine große Dankbarkeit verspürte.
Der erste richtige Anstieg beförderte uns direkt in Gruppe zwei: zu den langsameren Raketen. 🙂

Swim-Bike-Run

Kein Tag war wie der andere trotz gleicher Abläufe.

Beim Frühschwimmen arbeitete ich an meinem Beinschlag und genoss jeden Tag aufs Neue den Sonnenaufgang.

Beim gemeinsamen Frühstück wurde über Gott und die Welt geredet bevor die Pedale wieder klickten.

So hätte es für mich noch Wochen weiter gehen können.

Meine erste Enttäuschung über die langweilig aussehenden Rennräder wich einer wohlwollenden Anerkennen. Die Bikes hatten eine herrliche Laufruhe. Ich war fast erschrocken als ich die 70 km/h auf dem Garmin las. Es fühlte sich bei weitem nicht so zügig an. 😀

Nach den Radausfahrten wartete immer eine Gymnastikeinheit darauf den Körper wieder zu lockern. Andreas hatte hier ein gutes Händchen für die passenden Übungen.

In fröhlicher Runde hieß es beim Abendessen schließlich: Speicher auffüllen!

Die Zeit verfliegt!

Wir waren leider nur sieben Tage dabei und die waren natürlich rum wie nix. oO

Als der Abschied näher rückte war ich wirklich traurig.

Nach sieben Tagen lagen:

  • 349 Rad Kilometern
  • 5800m im Wasser
  • 7,7 auserwählte Trail Kilometer 🙂
  • unzähligen tollen Unterhaltungen

hinter uns. Pläne für den Sommer wurden geschmiedet und Kontaktdaten ausgetauscht.

Wir wurden von der Gruppe so herzlich aufgenommen und von den drei Coaches toll supportet.

Danke an Ellen & Uwe Scholz, Andreas Wind von A.W. Sportcoaching.


Kleiner Hinweis:
Wer wie ich nicht wie Flipper durch das Wasser gleitet, sollte die Facebook Seite von Andreas im Auge behalten. Es finden regelmäßig Schwimmseminare statt. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich auch mal vor den fachkundigen Augen ins Wasser hüpfen und mir Tipps abholen.

16. Frostwiesenlauf in Burg – Ein Laufbericht

16. Frostwiesenlauf in Burg – Ein Laufbericht

Der Jahresstart mit dem Frostwiesenlauf

Das Jahr war schon fast 6 Wochen alt da wurde es wirklich langsam Zeit für den ersten offiziellen Lauf.

Diesmal verschlug es uns nach Burg ins schöne Brandenburg. Der Frostwiesenlauf fand bereits zum 16. Mal statt. Dennoch hatte ich bisher noch nie von ihm gehört. Es werden Laufstrecken mit 5, 10, 20 und 30km angeboten. Ein klassischer Wettkampf ist es jedoch nicht, denn auf eine offizielle Zeitnahme verzichtet der Veranstalter. Hier kann man die Kilometer also auch super für einen Trainingslauf nutzen.

Die Organisation

Die Organisation ist absolut professionell. Ein eigens für den Lauf abgesperrter Parkplatz und eine top

Beschilderung im gesamten Bereich erwartet die Läufer nach dem Eintreffen. So findet man schnell alles was man braucht und hat im Handumdrehen seine Startnummer in der Hand. Die offizielle Startzeit ist nicht verpflichtend wer schon eher seinem Bewegungsdrang nachgehen möchte kann dies tun und schon vor allen anderen die Strecke erobern.

Da ich sämtliche Trainingsläufe mit vier Pfoten Begleitung bestreite, begeisterte es mich natürlich, dass Vierbeiner beim Lauf nicht nur erlaubt sind, sondern auch an den Verpflegungsstellen mit Wasser bedacht werden. Erst der zweite Lauf den ich nun kenne wo Hunde offiziell zugelassen sind. Und wenn jetzt jemand die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und meint Hunde und Läufer geht gar nicht. So muss an der Stelle dringend erwähnt werden, dass alles so friedlich und harmonisch war wie es nur sein konnte. Zwei- und Vierbeiner sind alle nur ihrer Leidenschaft nachgegangen: dem Spaß an der gemeinsamen Bewegung.

Die Streckenführung und Beschilderung ist durchdacht und fast nicht zu verfehlen. Man darf nur nicht so unkonzentriert sein wie Sven und ich. Wir haben es geschafft unseren Pfeil für das Abbiegen auf die 30km Strecke zu verpassen. Haben also ein paar Meter drauf gelegt, 30km sind ja auch nicht genug. 😉 Auf der langen Strecke gab es wechselnden Untergrund und viele ruhige Passagen. Ich fand das ganz toll und meine Hündin hatte auch ein Lächeln auf den Lefzen.

Allerdings ist es durchaus möglich, dass es nicht ganz so einsam ist, wenn man nicht als Letzter läuft.

Dank unseres verspäteten Starts und dem kleinen Umweg hatten wir es tatsächlich geschafft uns nach hinten abzusetzen. Auf den letzten fünf Kilometern waren die Verpflegungsstände bereits am Aufräumen und Abbauen. Doch erst auf der Zielgeraden haben wir wirklich realisiert, dass wir die Schlusslichter sind. Interessante Erfahrung. 😀

Die Verpflegung ist im Übrigen nichts für Naschkatzen, denn vom Doppelkeks bis zum Gummibärchen

wurde alles gereicht. Ich hatte das eine oder andere Mal den Gedanken es mir mit einem Stuhl am Buffet gemütlich zu machen.

Mein Fazit

Der Frostwiesenlauf ist die Fahrt wert. Packt das Auto mit Freunden voll und habt Spaß. Den Hund nicht vergessen! Für nächstes Jahr steht er schon wieder in unserem Kalender.

Du möchtest etwas verändern? Challenge-Partner gesucht!

Du möchtest etwas verändern? Challenge-Partner gesucht!

Es gibt viele Dinge die sich im Team leichter realisieren lassen als Allein. So hatte ich doch spontan den Gedanken mir Unterstützung an Board zu holen und dabei direkt selbst zu supporten.

Die Challenge Idee

Zwei Menschen mit einer persönlichen Herausforderung stellen sich dieser gemeinsam für 4-6 Wochen. Die Regeln definiert jeder vorher für sich selbst und schon kann es losgehen. Wir packen den Schweinehund gemeinsame an den …
Wird es mal schwer haben wir jemanden mit einem offenen Ohr der uns motiviert und läuft es super, feiern wir das gemeinsam. Am Ende sind wir beide Gewinner und reißen hoffentlich noch mehr Menschen mit in den Sog.
Wäre das nicht auch was für Dich?

Und was ist, wenn es schiefgeht und ich die Challenge nicht schaffe?
Dann schauen wir uns an woran es lag und was wir hätten anders machen können.

Wird das hier alles geschrieben?
So ein klein wenig lassen wir Andere daran teilhaben. Aber was bestimmen natürlich wir.

Warum denn nur ein Challenge-Partner?
Zu Zweit wird sicher der Kontakt intensiver und es bilden sich keine Grüppchen.

Was kann eine passenden Challenge sein?
Alles was Du für Dich erreichen oder verändern möchtest, es aber wirklich hammerschwer ist. Zum Beispiel: das Rauchen aufgeben, Sport anfangen, etwas Neues lernen, Abnehmen….. Die Möglichkeiten sind unendlich!

Heike, was ist Dein Ding?
Meine persönliche Challenge ist eine Ernährungsumstellung. Mit der für mich wahnwitzigen Aufgabe in der Zeit einige Lebensmittel zu meiden und vor allem auf Zucker komplett zu verzichten. Für die die mich nicht kennen: Worte wie Familienpackung oder wiederverschließbar bringen mich zum Lachen.

Und so geht’s
Wenn Du Bock drauf hast Deinem Teufelchen den Stinkefinger zu zeigen oder den Punktestand für die Neujahrsvorsätze zu Deinen Gunsten ändern möchtest?
Dann schreib mir einfach. Gern via Facebook, per Mail: heike@malahealth.de auch Brieftauben oder Eulen sind gern gesehen. ?

Ich freue mich auf eure Zuschriften und bin gespannt was mich erwartet. Bis Monatsende (31.01.) sammele ich alles und dann wird entschieden.