Halbmarathon Vorbereitung – ein grober Leitfaden

Halbmarathon Vorbereitung – ein grober Leitfaden

Der Sommer neigt sich dem Ende und die Laufsaison geht in die zweite Runde. Neben einigen 10ern wie dem Deutsche Post Ladies Run, dem Tauchscher Stadtlauf und dem Sportscheck Stadtlauf in Leipzig* stehen noch zwei Halbmarathons* für dieses Jahr auf dem Plan.

Die 10er sind eher für den Funfaktor während ich den Halbmarathon in Dresden schon ernster nehme.
Der Leipziger Halbmarathon findet dieses Jahr bedauerlicherweise zum letzten Mal statt. L Da ist eine Teilnahme natürlich Pflicht. Eine Bestzeit werde ich nicht anstreben, sondern vielmehr die Strecke und die hoffentlich tolle Stimmung genießen.

Die Halbmarathon Vorbereitung

Einen 10km Lauf kann man auch ohne große Vorbereitung in Angriff nehmen, wenn man nicht gerade der Obercouchpotato schlecht hin war. Für die 21,1km eines Halbmarathon sollte man schon etwas Zeit in die Vorbereitung stecken.

Warum?
Natürlich kann man mit etwas Grundfitness direkt von 10km auf die 21,1km springen. Die Kondition reicht dafür meist recht schnell. Darüber wird euer Körper allerdings keine Freudensprünge machen und Bestzeiten werden so sicher auch nicht gelaufen.

Nach 1,5 Jahren laufen kann ich mich wohl kaum als Profi betiteln. Doch einigen Erfahrungen halte ich nun auch schon für die nächste Generation der Halbmarathon-Finisher bereit.

Wie läuft eine Halbmarathonvorbereitung?

Nun zuerst unterstütze ich die Meinung, dass man schon etwas Lauferfahrung in den Beinen haben sollte. Bei mir war es etwa 1 Jahr bevor ich das erste Mal die Schuhe für die 21,1km geschnürt habe.
Bereits an 10km Straßenläufen teilgenommen zu haben werte ich als weiteren Vorteil. Dann hat man schon mal „Wettkampf“ Luft geschnuppert und den Sog einer startenden Meute miterlebt.

Ich hoffe doch es ist unnötig zu erwähnen, dass man sich den Rat eines Arztes einholt, sollte man nicht 100% körperlich fit sein. So habe ich vor dem Start des intensiveren Trainings auch meinen Knieproblemen auf den Zahn fühlen lassen und mir das Go geholt.
Die Vernunft verhält sich im Übrigen umgekehrt proportional zur Laufambition…

Wahrscheinlich haben die meisten schon mal nach einem Trainingsplan gegoogelt. Die Vielfalt der Ergebnisse ist schier unerschöpflich.

So finden sich Pläne von der Laufzeitschrift Runner’s World, direkt von den Laufveranstaltern, Blogs, ehemaligen Weltklasseläufern usw. Sportscheck zum Beispiel bietet zu den Plänen noch mehr Infos und Tipps rund um die Halbmarathonvorbereitung an.
Zu dem erschlagenden Onlineangebot kommen noch unzählige Laufbücher dazu. Wie soll man sich denn da für einen Plan entscheiden?

Nun, den ersten Filter würde ich auf die Trainingstage pro Woche setzen. Wobei es auf jeden Fall drei Tage die Woche sein sollten, vier wäre noch besser.
Den Zweiten auf den Inhalt: Könnt ihr euch vorstellen die angegebenen Trainingseinheiten wirklich zu laufen oder sind da Intervalle enthalten die für euch gar nicht gehen?
Ganz megawichtig ist natürlich die Zielzeit. Geht diese bitte realistisch an.
So bin ich mir der Faustformel von Herbert Steffny: 10km Zeit x 2,21 sehr gut gefahren. Meine 10km Zeit war damals knapp unter 55 Minuten und meinen ersten habe ich mit 2:01:55 gefinished. Verrück oder?

Als mein Laufwissen noch in den Anfängerlaufschuhen gesteckt hat, stellte sich mir immer die Frage wie man in der kurzen Zeit der Pläne, meist 6-12 Wochen, fit für einen Halbmarathon werden kann. Mich hat es gewundert keine langfristigen Trainingspläne zu finden.

Dieses Rätsel konnte ich bei einem gelungenen Laufseminar von Herbert Steffny lösen. Im normalen alltäglichen Training werden Grundlagen gelegt und erst wenigen Wochen vor dem eigentlichen Lauf beginnt das spezifische Training. Ganz egal von 10, 21,1 oder 42,195km.

So habe ich für meinen ersten Halbmarathon in Leipzig die Distanz im Training langsam und schrittweise von meinen bisherigen 10km erhöht.
Langsam und schrittweise bedeutet bei mir 5% pro Woche. Die Literatur sagt um die 10% pro Woche sind ok, ich habe da auf Sicherheit gesetzt. Überlastung hatte ich ja schon…

In der Halbmarathonvorbereitung war es für mich sehr überraschend wir groß der Unterschied zwischen 90 Minuten und 120 Minuten laufen ist. Während 90 Minuten noch locker flockig aus den Laufschuhen zu schütteln waren, haben sich die Knochen bei 120 Minuten schon deutlich zu Wort gemeldet.

Damit war der Beweis für die oft gelesene Aussage: „Herz-Kreislauf passt sich in kurzer Zeit an, die Muskeln, Bänder und Sehnen brauchen Monate.“ erbracht. 😉

Was ist noch wichtig?

Wenn ihr euch entschieden habt einen Halbmarathon zu laufen, fordert ihr euren Körper schon ganz ordentlich. Daher wäre es nur höflich und angebracht diesen so gut es geht zu Unterstützen.

Achtet auf die Regeneration. Wir werden nicht beim Laufen besser, sondern in den Pausen. Gebt daher eurem Körper die Chance die Läufe zu verarbeiten und so besser vorbereitet in das nächste Training zu starten. Ausreichend Schlaf und Pausen zwischen den Einheiten werden euch guttun.

Plant zum Lauftraining noch zweimal Stabitraining pro Woche ein. Ein gutes Muskelkorsett im Oberkörper und den Hüften hilft euch die Läufe effizienter zu gestalten und beugt auch Verletzungen vor.

Last but not least: Die Ernährung. Wer gute Leistung bringen möchte benötige auch den passenden Sprit. Also bitte weg von Dosenfutter und rein ins frische, gesunde Vergnügen. Es schmeckt auch viel besser und es gibt ausreichend Gerichte, welche keine Kochlehre oder ein Tag Urlaub für die Zubereitung erfordern. Ich lasse hier im Blog immer mal ein Rezept fallen. 😉

We meet us at the finish line!

*Als ich den Blog gepostet habe war ich schon etwas angeschlagen. Nun hat sich herausgestellt, dass ich mir ein typisches Läuferleiden eingefangen habe. Aktuell sieht es bescheiden aus für diese Saison. Den Sportscheck Stadtlauf musste ich schon ziehen lassen. Der Leipziger Halbmarathon ist auch schon zu 98% Geschichte. Nun hoffe ich auf den Dresdner, wenn es dann auch ohne Vorbereitung gehen muss. 🙁

 

 

 

Laufen in Kitzbühel – Leider geil!

Laufen in Kitzbühel – Leider geil!

Der Sunride 2016 hat uns neben der Schweiz, Frankreich und Italien auch zwei Tage nach Kitzbühel geführt. Natürlich haben wir auch hier die Laufschuhe ausgepackt und die örtlichen Laufstrecken erkundet.

Wer meiner Facebook Seite folgt hat schon hier und da etwas über unsere Trainingsläufe auf unseren Reisen sehen und lesen können, doch Kitzbühel hat sich einen Blog Post verdient.

Eine unserer Standardfragen bei den Hotel Check-Ins: „Wo kann man hier laufen gehen?“ So ausführlich wie in Kitzbühel wurde die Frage noch nie beantwortet.

Wir erhielten direkt ein kleines Heft mit diversen Strecken, ihren Längen, den Höhenmetern und dem Schwierigkeitsgrad.

Das Kitzbüheler Laufsystem als kleines Heft

170km – 23 Routen – 11 Startpunkte in Kitzbühel

Für uns stand ein Longjog auf dem Plan, dafür haben wir einfach zwei Strecken kombiniert. Unser Einstiegspunkt war nur 200m vom Hotel weg und super leicht zu finden.

Ein Einstiegspunkt in Kitzbnühel

Die Übersichtskarte der Laufwege.

Also ging es los! Wir folgten den Schildern für den Achrain-Pfad die uns problemlos vom Startpunkt durch Kitzbühel in den Wald führte. Da die Strecken auch farblich dargestellt waren konnte man an Gabelungen bereits von weiten den korrekten Weg ausmachen. Echt super komfortabel gelöst!

Der Achrain-Pfad wurde als schwierig angegeben und so führte er uns mit tollen, wurzeligen Anstiegen durch das grüne Kitzbüheler Hinterland. Echt Traumhaft!

Der Weg führte zum Teil über Wiesen wo der Weg für uns Läufer und Walker eingemäht wurde. Toll gelöst und umgesetzt.

So führten uns die Schilder problemlos und ohne Verlaufen zum nächsten Track: dem Steuerberg Lauf.

Die Beschilderung der Strecken perfekt umgesetzt.

Die Beschilderung perfekt umgesetzt.

Insgesamt durften wir 15km Laufstrecke in Kitzbühel erlaufen und waren echt beeindruckt über das großartig durchdachte Laufsystem. Wer also mal in dieser Richtung unterwegs ist: Laufschuhe einpacken und genießen!

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Der 7. Leipziger Frauenlauf – Laufen am Limit

Der 7. Leipziger Frauenlauf – Laufen am Limit

Die Stunden vor dem Frauenlauf

Es ist Sonntag. Der Wecker hat es nicht geschafft mich 7:30Uhr aus den Träumen zu reißen, denn ich bin bereits wach und bereite das Frühstück vor: etwas Skyr mit Bananen, Himbeeren, Granatapfel, Datteln, Chia und Honig. Ich liebe es!

Dank einer Fliege in der Wohnung ist zumindest meine Hündin putzmunter. ? Den anderen überzeuge ich schließlich auch aufzustehen um die erste Runde des Tages zu drehen. Ich habe das Glück recht grün zu wohnen, so geht die Runde immer durch einen kleinen Wald.

Als ich mitten auf der Runde zum stehen komme überströmen mich Glücksgefühle.

Es ist kurz nach halb acht, von Menschen gibt es noch kein Lebenszeichen. Die Sonne scheint gedämpft durch das noch junge Blätterdach, die Vögel zwitschern ihre gute Laune heraus. Und wie das riecht! Nach Wald, nach Blumen und nach Sonne. Ja, ich bin ein bekennendes Sommerkind!

Wieder daheim schwinge ich mich in meine Laufklamotten, denn der 7. Leipziger Frauenlauf wartet darauf gerockt zu werden. ? Das Beste ich mache mich nicht allein auf die Socken, eingepackt werden noch zwei Freundinnen und meine Mam, die sich als Nordic Walker auf die Reise begibt.

Mein Outfit

Das Outfit liegt schon bereit.

Das Outfit habe ich wie gewohnt schon einen Tag vorher rausgelegt um mir dieses „was ziehe ich nur an“ am frühen Morgen zu ersparen. ?

Und schon gehts los! Drei von vier machen sich auf dem Weg zum Bahnhof, dort treffen wir uns alle, lassen das Auto jenseits des Parkchaos stehen und steigen für zehn Minuten in die Straßenbahn. Eine weiße und stressfreie Lösung. Die Tram hält nur wenige Meter vom Start entfernt, also perfekt.

Nur noch eine Stunde!

Hühnerhaufen

Den Leipziger Frauenlauf rocken!

Am Ort des Geschehens eingetroffen werden die üblichen Vorbereitungen getroffen, das Gepäck wird verstaut und die Startnummer angebracht. Weil ich auf die kurzen 5km Gas geben möchte, fange ich schon einer Dreiviertel Stunde vor dem Start an mich warm zu machen. Mein Plan: ruhig einlaufen, paar Steigerungen und etwas Lauf ABC. Warum so zeitig anfangen? Damit sich die Muskeln noch etwas erholen können bevor ich mit meiner kenianischen Leichtigkeit durch den Klara-Park fliege. ?

Der Plan geht auf. Kurz vor dem Start stehe ich gut erwärmt mit den Damen an der Startlinie. Es sind schwüle 21°C, das Laufshirt ist schon klatschnass.

Wir haben noch ein Weibchen aus unserem „Lauftreff Taucha“ getroffen, so stehen wir nun zu fünf am Start. Das typische WarmUp lasse ich für mich ausfallen, ist nicht so meins und auch viel zu eng. So ein K.O. Schlag in der Menge wäre mir schon peinlich…

Der 7. Leipziger Frauenlauf

Der Startschuss ist endlich gefallen. Meine Ziel SUB 26 Minuten, mein echtes innerliches Ziel die PB vom Laufband im Winter zu unterbieten: 24:44.

Der Start ist nicht ganz so voll wie ich von anderen Läufen kenne, so komme ich direkt gut weg und die angestrebte 5er Pace steht nach wenige Metern.

Vor mir schein eine den gleichen Plan zu verfolgen, läuft das gleiche Tempo und korrigiert auch nach Uhr. Also werde ich spontan faul und hefte mich an ihr Fersen, was gut 2km fantastisch läuft. Dann wird sie etwas langsamer, ich ziehe vorbei. Die Uhr meldet gehorsam knapp unter 5 Minuten den Kilometer. Passt!

Wir verlassen den Park und laufen einen einen Abschnitt Straße, pralle Sonne und eine Ministeigung. Uff! So haben wir nicht gewettet. Kenianisch fliegen fühlt sich anders an.

Bin echt froh als mich die Bäume des Parks wieder begrüßen. Gut drei Kilometer liegen hinter mir und ich muss anfangen zu beißen. „Jetzt kurz gehen wäre ja sooo angenehm! Gehts noch? Natürlich nicht, habe Dich nicht so Mädchenhaft und beweg Deinen ….“

Derartige Gespräche finden nun zwischen meinem Engelchen und meinem Teufelchen statt.

Wer soll sich bitte bei so einem Gequassel konzentrieren?

Ich ignoriere die Beiden so gut es geht und kämpfe mich Meter für Meter dem Ziel entgegen. Muss jetzt echt kämpfen um die Geschwindigkeit zu halten. Dies wird mein erster Lauf bei dem ich für den Schlussspurt keine Energie mehr frei machen kann.

Finde das merkwürdiger Weiße super, so weiss ich, dass ich alles gegeben habe.

Beim Einbiegen auf die Zielgerade sehe ich meine Mam im Gegenverkehr unter den Nordic Walkern, ich pfeife (auf dem letzten Loch). Sie hört mich nicht, ich wünsche ihr innerlich nochmal viel Spaß!

Die Ziellinie

Ich sehe sie nur wenige hundert Meter vor mir! Los nur noch ein wenig! Die Uhr im Ziel zeigt irgendwas knapp über 25 Minuten, ich drücke die Stopp Taste meiner Garmin und?

24:49! Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Mir wird kurz etwas schwarz vor Augen, ok war dann wohl doch meine aktuelle Grenze. Ich könnte nicht zufriedener sein, auch wenn ich die Laufband PB nicht schlagen konnte. Laufband und Straße sind eben doch Welten!

Auf dem Weg zum dringend benötigten Wasser treffe ich noch André und Melanie. André ist immer gut für ein tolles Foto. Herzlichen Dank an der Stelle für die ausdrucksstarken Bilder!

Melanie läuft heute ihren ersten Zehner, wir quatschen noch kurz dann geht jeder seiner Wege! Ich stürze mich auf das Wasser, gönne mir eine Banane und warte gespannt auf den Rest der Bande…

Danach

Strahlende und zufriedene Gesichter überall. Das mag ich so am Laufen!

Happy über die gelungene Veranstaltung mache wir uns nach dem wir uns akklimatisiert haben auf den Rückweg.

Daheim schaue ich gleich nach den offiziellen Ergebnissen, möchte ja wissen ob meine handgestoppte Zeit passt.

Sie passt!

24:49 stehen auf der Veranstalter Seite.

Das bringt mir Platz 9/126 in meiner Altersklasse und Platz 58/990 Gesamtstartern. Fantastisch!

 

In zwei Tagen stehe ich an der Startlinie des B2RUN für IT2U ob ich die Leistung nochmals abrufen kann?

 

Die #fittest16 Challenge

Die #fittest16 Challenge

Über RunHerne bin ich bei Twitter auf ein Challenge gestoßen. Bei „Der Fitteste Fitnesblogger“ treten, wie der Name verrät, Fitness Blogger gegeneinander an.
Aktuell stellen sich 17 Blogger und Bloggerinnen den insgesamt 15 Challenges wovon nur 10 Stück in die Wertung einbezogen werden.

Die Challenges

Eine kleine Übersicht was sich das Team von Tri It Fit ausgedacht hat:

  1. Planken
  2. Kreuzheben
  3. 10-km-Lauf
  4. Kniebeugen
  5. Push-Ups
  6. Schwimmen
  7. Pull-Ups
  8. Burpees
  9. 1-km-Lauf
  10. 21,1-km-Lauf
  11. 5 km Rudern
  12. Box Jumps
  13. Seilspringen
  14. Jumping Lunges
  15. Bankdrücken

Einige sind für mich nicht machbar, da ich nur im Winter im Gym angemeldet bin. Im Sommer hatte ich bisher einfach keinen Bedarf. Dann habe ich das Krafttraining einfach daheim gemacht und das Spinning gegen MTB oder Rennrad getauscht.

Wie ihr seht hat das Tri It Fit Team wirklich ein buntes Programm zusammengestellt. Was einige Herausforderungen für mich bereit hält.

Die Dauer

Die Challenge ist am 1. Mai gestartet und läuft bis zum 31. August. In dieser Zeit kann man seine Ergebnisse einreichen und ich habe etwas Zeit an meinen Schwächen zu feilen.

Etwas Pech hatte ich mit dem 21,1km Lauf, meinen Halbmarathon bin ich am 24. April gelaufen und der nächste steht erst im September an. Hätte ich doch galant eine Krafteinheit sparen können. 😉

Die Frage nach dem „Warum“

Eben aus dem Grund gerne Krafteinheiten zu sparen habe ich nach ein, zwei Wochen Bedenkzeit den Senden Button für die Anmeldung gedrückt.

Ich neige leider noch dazu (aber das bleibt bitte unter uns) gern mal eine Stabi Einheit in der Woche ausfallen zu lassen, natürlich nur um mich deutlich wichtigeren Dingen zu widmen… Es macht mir einfach deutlich mehr Freude die Laufschuhe zu schnüren oder das Fahrrad zu satteln.

Doch ich halte ein ganzheitliches Training für erstrebenswert, gerade mit dem Ziel #mywayto56 welches ich verfolge. Falls Du dich gerade entspannt zurücklehnst und denkst, mir reicht laufen. Tut es nicht! Dauerhaft bringt Dir eine starke Mitte deutlich mehr Gesundheit und erleichtert Dir sogar das Laufen. Ebenso wie Kraftsportler das Cardiotraining nicht vernachlässigen sollten, sollten wir Cardio Menschen das Krafttraining nicht außen vorlassen.

Durch die Challenge möchte ich mir die nötige Motivation holen.

Nicht zu vergessen ist die soziale Komponenten. Ich lerne neue Menschen mit deckungsgleichen Interessen kennen: Sport und Bloggen.

Wie funktioniert es?

Sichergestellt, dass alles mit rechten Dingen zugeht wird über Videonachweise und/ oder offiziellen Nachweisen beispielsweise von Läufen. Ich denke außerdem, dass Sportler sowieso ehrlich sind. Ehre und so.

Ich habe mir nun extra für die Challenge einen YouTube Channel eingerichtet. Vermutlich werden ihr dort im Laufe des Sommers mehr Spaß haben als ich. oO

Wer also die Challenge und meine Teilnahme daran verfolgen möchte:

Ich wünsche euch viel Spaß und mir ein gutes Gelingen. 😀

Das Zubehör liegt bereit.

Das Zubehör liegt bereit.

Mein Halbmarathon Debüt beim 40. Leipziger Marathon

Mein Halbmarathon Debüt beim 40. Leipziger Marathon

Endlich ist es soweit. 7 Uhr. Sonntag. Raus aus dem Bett!

Heute ist der 24. April und damit Marathon Tag in Leipzig. Ich werde die halbe Distanz angehen, dass erste Mal in meinem Leben.

Nervös? Jap! Mein längster Trainingslauf waren 15,8km und das gemütlich auf zwei Stunden gestreckt.

Meine Vorbereitung auf den Halbmarathon

Seit Januar habe ich mich auf die 21,1km vorbereitet. Von gut 20 Wochenkilometer und einem langen Lauf von 60 Minuten konnte ich mich auf knapp 50 Wochenkilometer und lockeren 2h Stunden hocharbeiten.

Meinen Trainingsplan habe ich mir selbstgeschrieben. Gearbeitet habe ich nach Jack Daniels, dem Lauftrainer nicht dem Getränk! ?

Die Stunden vor dem Start

Nachdem Aufstehen geht es, nach einem Umweg über das Bad, direkt in die Küche zum Frühst

. Es gibt Oatmeal mit Banane, Pitahaya und Granatapfel. Danach noch einen kleinen mit lecker Creme gefüllten Schokokuchen. Essen kann ich! ?

Um elf werden wir von zwei Freunden abgeholt. Die beiden sind heute unser Support, fahren uns zum Start und kümmern sich um unsere Sachen. So bleibt uns sämtlicher Orga Streß erspart. Kann man sich bessere Freunde wünschen? Danke euch Beiden! ?

Bis die Beiden auftauchen habe ich nun noch Zeit für die Hunde, das Frühstück zu verdauen und in Ruhe an meiner kurz/ lang Klamottenentscheidung zu zweifeln.

Das Outfit habe ich bereits am Vortag rausgelegt. Der Wetterfrosch hat was von Wolken, leichtem Wind und fünf Grad gequakt. Langes Oberteil und kurze Hosen, bei dem Wetter würde ich im Training ¾ Tights wählen, aber heute ist ja alles anders.

Pünktlich zum Aufbruch fällt Schneeregen am Fenster vorbei. Ich brauche ein paar Sekunden um meine entgleisten Gesichtszüge zu ordnen, dann gehts los!

Freunde: der beste Support den man sich wünschen kann.

Der beste Support den man sich wünschen kann.

Wider Erwarten kommen wir total gut durch. Parken etwas vom Start entfernt und gehen die Meter bis zum Start gemeinsam. Noch locker eine Stunde Zeit bis wir die Laufschuhe bewegen dürfen. Also genug Zeit um dem Einlauf der Bambinos zu begutachten. Meine Güte ist das goldig, mit Nuckel im Mund die 600m gewackelt.?

Das Wetter hat sich aprilig, daher scheint jetzt immer mal kurz die Sonne. So ist es toll!

Wir schälen uns aus der schützenden Schicht aus Jogginghose und Jacke und laufen uns warm. In 30 Minuten gehts los!

Wir sortieren uns im Startblock um die zwei Stunden ein. Ich habe mir eine 2:03:xx zum Ziel gesetzt, Sven möchte auf jeden Fall unter zwei Stunden bleiben.

Gemeinsam laufen

Mein Herzbube! Perfekt wenn man das gleiche Hobby pflegt.

21,1km

Als der Startschuss fällt bin ich voller Vorfreude und Neugier wie ich die nächsten zwei Stunde erleben werde. Der erste Kilometer ist wie immer etwas voll, ich bleibe am Rand und finde den Rhythmus für meine 5:50 Pace. Bin ein paar Sekunden schneller, aber komme mir vor als wenn ich parke gefühlt zieht das ganze Feld an mir vorbei. Bei km 5 taucht der Pacemaker für 1:59:59 vor mir auf, kurz denke ich drüber nach… Nein! Ein anderes Mal. ?

Die Gegensätze nach 5-6km sind dennoch spannend. Während ich noch mit anderen scherze, die sich dank warmer Kleidung einen Wintereinbruch wünschen, klingen andere schon wie am Ende einer Intervalleinheit. Da würde mich schon interessiert ob die Läufer gut ins Ziel kommen.

Die Zeit und die Kilometer fliegen dahin. Ich liege die meiste Zeit unter der 5:50er Pace und habe schon auf 5:45 runter korrigiert. Bei km12 nehme ich mein Dextro Fluid Gel, weniger wegen Energiemangel, mehr um etwas Flüssiges im Mund zu haben und den Kopf zu beruhigen.

Ich den 16. Kilometer passiert, als mich die Emotionen überrollen. Ein Gefühl wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zusammen. Ein Grinsen macht sich im Gesicht breit, Pippi steigt in die Augen und ich habe das Bedürfnis einfach loszurennen. Klingt komisch, ist aber so!

Jetzt laufe ich nur noch, scheiß auf Pace! Die Beine machen das schon, Luft ist genug da und ein bisschen weh tun darf es ja auch in den Beinen, bin ja nicht beim häkeln. ?

nzchen habe ials mich die Emotionen überrollen. km16 kommt ein wahnsinnig emoionaler Moment. 5 runterkorrigiert reinbruch wünscas sen kann ich mit lecker Creme gekleiner e. h nach Jack Daniels, dem Lauftrainer nicht dem Getränk!

18, 19, 20…. Der letzte Kilometer liegt vor mir, die Oberschenkel brennen, ich ziehe nochmal an und sauge die Stimmung ein.

Auf der Zielgeraden entdecke ich meine Mam und einen Freund, ich grinse in die Kamera und fliege ins Ziel.

Mein Zieleinlauf!

Überglücklich auf der Zielgeraden.

Zeit 2:01:55h. Geil!

Schnell die Medaille einsammeln und Ausschau nach meinem Freund halten. Am abgesprochenen Treffpunkt wartet er und unsere Freunde schon. Der verrückte Kerl war rund 10 Minuten vor mir im Ziel. Meine Fresse!

Ich werde direkt mit warmen Sachen und lecker Cookies von Subway versorgt. Beste Zielverpflegung ever!

Jetzt heißt es nach Hause, heiß duschen und Eindrücke verarbeiten. Den Abend wollen wir dann mit unseren Supportern bei unserem Lieblingsitaliener ausklingen lassen.

Resümee

Es war ein unglaublich geiles Gefühl die Distanz zu laufen!

Keine Ahnung ob das jemand nachvollziehen kann, doch die 21,1km sind viel weniger stressig als ein 10km Lauf. Ich nehme eine Motivation mit auf den Weg, zu meinem großen Ziel #mywayto56, die ist jenseits von Gut und Böse.

Next Stop: neue PB über die 5km bei Frauenlaufen in Leipzig am 29. Mai.

 

 

Vielen Dank für die tollen Fotos!

Andrea Hörl – Fotografie

Sportfotografie – André Bandermann

Laufmomente – Warnemünde

Laufmomente – Warnemünde

Nicht Wenigen fällt es schwer zu verstehen warum man an freien Tagen oder im Urlaub früh beizeiten das warme Bett verlässt und stattdessen die Laufschuhe schnürt.

Heute möchte ich die Kopfschüttler mal in meine Welt, die Welt eines Läufers entführen…

Es ist Mädelswochenende in Warnemünde.

Samstagmorgen 8 Uhr der Wecker klingelt. Mit einem Lächeln lasse ich ihn verstummen, strecke mich kurz und schlage die Decke zur Seite. Alles im Haus ist noch still. Ich schleiche aus meinem Zimmer Richtung Bad schnell die Zähne putzen und die Haare striegeln.

Auf Zehenspitzen tapse ich zurück ins Zimmer und mit einem vorfreudigen Lächeln schlüpfe ich in meine Laufsachen.

Früh am Morgen werden die Laufschuhe geschnürt.

Die Vorfreude ist schon beim anziehen der Schuhe da.

Dann geht’s los.

Draußen sauge ich die kühle, neblige Morgenluft ein.
Ich verweile kurz. Der Alte Strom ist noch ganz verlassen und leise. Die Kopfhörer bleiben heute stumm, ich möchte die Stille genießen. Langsam laufe ich los. Immer am Alten Strom entlang, nur eine Trauergesellschaft ist schon auf den Beinen. Sonst: niemand!

Meine Strecke führt mich an der Strandpromenade Richtung Neptun. Ruhig liegt das Hotel in der Ferne.

Das Hotel Neptun in der Ferne.

Das Hotel Neptun und die Strandpromenade schlafen noch.

Mein Atem wird gleichmäßig, mein Tempo habe ich gefunden. Ein Traum, fast meditativ trabe ich nun vor mich hin.

Zwei Stunden liegen vor mir. Zwei Stunden nur ich, das Meer und die langen, leeren Wege. Zeit die ich so gern nutze um die Woche Revue passieren zu lassen. Was ist geschehen, was war gut, was weniger. Je länger der Lauf dauert umso mehr Ordnung kommt in den Kopf. Themen werden abhakt und aufgearbeitet, schließlich kommt die kreative Phase, da kommen mir neue Ideen für’s Business sowie das Hobby, in dem Fall dieser Blog.

Gegen Ende der Runde füllt sich der Wald langsam, Walker, andere Läufer, Menschen mit Hund und Radfahrer begegnen mir jetzt. Alle sehen gelassen und gut gelaunt aus, Wochenende eben.

Die Walker schnattern munter vor sich hin. Dem Todesstock der Naseputzenden konnte ich gerade so entkommen. Alle mussten lachen.

Das klassiches Nordic Walker Klischee, zu dritt auf dem schmalsten Waldweg, wild schnatternd und irre gefährlich durch spontane Stockattacken. 🙂

Auf dem Rückweg das Traumbild eines Fischers am Strand. Ich muss anhalten und kurz genießen. Es wirkt schon fast gestellt.

Ein Fischer am einsamen Ostseestrand.

Idyllisch der Fischer am einsamen Strand.

Nun geht’s aber zurück zu meinen Mädels!

Als ich in der Ferienwohnung ankomme, sitze alle gemütlich am Frühstückstisch. Auch die vier Damen waren laufen, nur kürzer und gemeinsam.

Die zwei Stunden sind mein ganz persönlicher Urlaub. Wer einmal losgelaufen ist, wird ähnliche Momente bald kennen und schätzen lernen.