Dieses widerliche brennen im Brustbereich, der eklige saure Geschmack – keine Lust mehr drauf?

Sodbrennen was ist das überhaupt?

Bei Sodbrennen gelangt Magensäure zurück in die Speiseröhre. Diese ist zart besaitet und überhaupt nicht für solche saueren Gäste ausgelegt. Sie findet es im wahrsten Sinne des Wortes ätzend!

Symptome für Sodbrennen können sein:

  • saures Aufstoßen
  • Zungenbrennen
  • Magenbrennen
  • brennender Schmerz und/ oder Druck hinter dem Brustbein
  • Halsschmerzen, Husten oder Heiserkeit ohne erkältet zu sein
  • Mundgeruch

Läuft alles wie von der Natur gewünscht, schließt ein Ringmuskel den Magen ab und die Speiseröhre ist vor der brennenden Erfahrung geschützt.

Die Magensäure, auf die gern geschimpft wird, ist nicht der Bösewicht. Magensäure ist überaus wichtig!

  • Sie vernichtet Baktieren und Parasiten die mit der Nahrung eintreffen können.
  • Sie aktiviert das Enzym Pepsin.
  • Sie zerkleinert die Nahrung weiter.
  • Sie unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Sodbrennen ist ein Symptom nicht die Ursache. Medikamente gegen Sodbrennen nehmen ist wie eine Warnlampe abkleben. Man sieht sie nicht mehr, sie leuchtet aber dennoch.

Es gilt Ursachenforschung für eine echte Genesung.

Stress als Auslöser?

Durchaus!

Der Magen und unsere Emotionen sind eng miteinander verknüpft.

Denk daran wie es dir geht, wenn du richtig traurig bist oder stinksauer. Der Appetit ist futsch oder das andere Extrem: man kann gar nicht genug essen.

  • „Alles in sich hineinfressen.“
  • „Das schlägt mir auf den Magen.“
  • „Das stösst mir sauer auf.“

Keine dummen Sprüche, sondern alte Wahrheiten.

Überleg auch mal wie du dich fühlst, wenn gerade etwas richtig beschi,,,, passiert ist. Ein wichtiger Mensch ist verstorben, eine Trennung oder die Kündigung im Job. Wo kannst du diese Emotionen überall fühlen?

Ein erster Punkt kann also sein, auf den Stress in deinem Leben zu schauen.

  • Ärgert dich etwas dauerhaft? Job, Partner, Familie, Freunde, Nachbar….
  • Hast du vor irgendwas ständig Angst? Existenzängste, Krankheit bei dir oder in der Familie, machst du dir oft Sorgen um jemanden?
  • Bist du ständig unter Zeitdruck? Hast nie Zeit für dich und ständig das Gefühl die Tage sind zu kurz?
  • Schluckst du ständig Emotionen herunter und lässt sie nie raus?

Medikamente gegen Sodbrennen

Als Pflaster um die Warnlampe abzukleben kommen Protoenpumpenhemmer, kurz PPI und Antazida zum Einsatz.

Während PPI die Säureproduktion direkt in den Belegzellen des Magens hemmen, neutralisieren Antazidas die Säure.

Menschen die PPI einnehmen leiden dreimal häufiger an bakteriellen Darminfektionen. Die Magensäure ist ja sonst für diese Plagegeister zuständig.

Protonenpumpenhemmer und Antazidas sind ein Millardengeschäft. Sie sind weltweit die am häufigsten eingenommenen Medikamente.

Medikamente kommen mit Nebenwirkungen daher:

  • Magen-Darm Beschwerden (paradox oder?)
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Leberwerte können sich verschlechtern (unsere Leber ist meist eh am Limit mit ihrer Arbeit)
  • Aufnahme des Vitamin B12 wird gehemmt (es wird von den Zellen aufgenommen die nun von den PPI blockiert werden)

Medikamente führen auch immer zu einem höheren Vebrauch an Mineralien. Es macht also absolut Sinn, bei Einahme von Medikamenten, diese Mineralien als Nahrugnsergänzungsmittel dem Körper zur Verfügung zu stellen.

PPI machen süchtig

Nicht im Sinne von man zittert, wenn man sie nicht nimmt.

Im Sinne von einem Rebound Effekt.

Menschen die versuchen die Medikamente abzusetzen können ein Klagelied davon singen.

Die Symptome verschlechtern sich direkt heftig. Also nimmt man sie weiter.

Dabei wird meistens eine maximale Einnahmedauer von 4 Wochen empfohlen.

Die Medikamente gilt es sachte mit der Unterstützung von natürlichen Hilfsmitteln – welche die aufkommende Symptome milder – auszuschleichen.

Da braucht es Wille und Geduld.

Natürlich braucht es dafür mittelfristig ein Abstellen der Ursachen des Sodbrennens.

Sodbrennen – Magensäureüberschuss oder Magensäuremangel?

Ja, auch ein Magensäuremangel kann zu Sodbrennen führen.

Aber, dann ist doch gar nicht zu viel Säure da die aufsteigen kann?

Richtig gedacht.

Stell dir vor du bist der Magen. Da kommt nun also der Speisebrei an. Deine Aufgabe ist es alles gut mit Magensäure zu vermengen.

Du bittest deine Belegzellen um Zuarbeit. Doch da kommt einfach zu wenig Materiel.

Als hättest du beim Backen einen zu trockenen Teig und keine Möglichkeit Flüssigkeit dazuzugeben.

Du knetest also wie verrückt um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.

Dafür brauchst du mehr Kraft als sonst und auch mehr Zeit.

So geht es dem Magen mit zu wenige Magensäure. Bei soviel Bewegung und Anstrengung kann es sein, dass der Ringmuskel nicht dicht halten kann.

Zack, das ätzende Zeug gelangt in der zarten Speiseröhre.

Und nun stelle dir vor es werden noch PPI eingenommen, welche die Säureproduktion weiter drosselt.

Hier ist der nächste Ansatz – finde heraus ob es ein Magensäureüberschuss oder ein Magensäuremangel ist.

Mögliche Symptome bei einem Mangel an Magensäure:

  • (Nahrungsmittel) Allergien
  • Mineralstoffe- und Spurenelementemangel
  • Anfällig für Bakterien, Pilze und Parasiten
  • Untergewicht oder Probleme mit der Gewichtszunahme
  • Chronische Durchfälle und/ oder chronische Verstopfungen

Die Zellen im Magen könnten durch Erschöpfung, nach jahrelanger Übersäuerung, in der Produktion nachlassen. Wir brennen auch aus, wenn wir nie Urlaub und Erholung haben.

Bei einem begründeten Verdacht auf einen Magensäuremangel kann man Säuretabletten zur Diagnose einsetzen.

Den Magensäurestatus kann man über eine Magenspiegelung bestimmen lassen.

Exkurs: Unterhaltung mit einem Arzt

Immer wieder darf ich spannende Gespräche mit Ärzten führen.

Es ging um Sodbrennen. Eine meiner Klientinnen hatte einen Mangel. Der Arzt hatte viele Fragezeichen im Gesicht, denn in seiner Welt kam sowas nicht vor.

Sodbrennen = zuviel Säure

Seine ernste Frage „Was kann man dagegen machen?“ – rief bei mir nun Fragezeichen ins Gesicht.

Ärzte wissen es schlicht oft nicht – es gibt auch kein Medikament dafür.

Magensäureüberschuss – wie entsteht er?

Unsere westliche Lebensweise lässt eine Menge Möglichkeiten zu:

  • Zu hastiges Essen
  • Stress
  • Schlechtes, weniges Kauen
  • Zuckerreiches Essen
  • Industriell verarbeitetes Essen
  • Falsch zussammengestellte Mahlzeiten
  • Helicobacter Pylori
  • Insgesamt eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise – was zu einer Übersäuerung des gesamten Körpers führt

Reflux vs Sodbrennen

Reflux was Rückfluss beschreibt trifft es ja genau.

Leidet man regelmäßig unter Sodbrennen spricht man von einer Refluxkrankheit.

Bei häufigen Sobrennen oder eben Reflux kann es zu einer Entzündung der Speiseröhre kommen – Refluxösophagitis.

Sodbrennen kann Folgen haben

Bei einem häufigen Auftreten geht es nicht spurenlos am Körper vorbei.

  • Refluxösophagitis
  • Barrettspeiseröhre – die Schleimhaut der Speieseröhre verändert sich, es wird als mögliche Krebsvorstufe angesehen. Ebenso kann es zu einer Verengung kommen, was zu Schluckbeschwerden führt.
  • Speiseröhrenkrebs
  • Magengeschwür
  • Magenkrebs
  • Reizmagen

Nachhaltige Maßnahmen um das Sodbrennen in der Ursache abzustellen sind also mehr als sinnvoll.

Vermutliche bist du auch deswegen hier. Ich bin stolz auf dich, dass ist nicht selbstverständlich.

Ein Bakterium als Ursache – Helicobacter Pylori

Eine erste Frage sollte sein: Was hat den Magen soweit geschwächt, dass er nicht mit einem Bakterium fertig wird?

Die Hälfte der Menschheit soll den Helicobacter Pylori in sich tragen. Doch nicht alle haben Magenprobleme.

Die Schulmedizin nimmt die harte Giftkeule um dem Bakterium zu Leibe zu rücken – ein Triple Therapie.

Dabei werden zwei Antibiotika und ein Protonenpumpenhemmer eingesetzt.

Die Nebenwirkung sind oft beträchtlich. Es kommt zu Bauchschmerzen, Sodbrennen und Magendruck.

Die Darmflora wird zerstört. Dabei sitzt in der Darmflora 80% unseres Immunsystems.

Gut zu wissen:

Der Helicobacter Pylori sitzt oft auch in den Zahnbelegen – gerade bei Paradontitis – an den Zahnbelegen wirkt allerdings kein Antibiotika. Einmal schlucken und die Nervensäge ist direkt wieder im Magen.

Ganzheitliche Maßnahmen gegen die Ursachen des Sodbrennens

Jetzt geht es ans Eingemachte. Mich erschreckt wie viele Menschen es sich nicht wert sind an die Ursachen zu gehen und lieber auf die Medikamente zurückgreifen.

Du magst dich hoffentlich und willst deiner Speiseröhre wie ein Superheld zu Hilfe eilen.

  • Meide Zucker, sehr fette Speisen und geräuchertes
  • Meide Alkohol
  • Meide Fertiggerichte
  • Führe ein Ernährungstagebuch. Notiere die Speisen und die Reaktion darauf. So kann es sein, dass du naturbelassene Mandeln verträgst, Geröstete jedoch nicht. Auch Kombinationen von Lebensmitteln können Auslöser sein z.B. Milchprodukte mit Getreide, Getreideprodukte mit Zucker.
  • Lass mehrgängige Menüs weg. Kunterbunt ist der Albtraum deines Magens. Iss einfach.
  • Das ist jetzt hart: Lass Desserts weg. Ein Kompromissvorschlag: lass einen größeren Abstand zwischen der Mahlzeit und dem Dessert.
  • Kauen. Kauen. Kauen. Sei der letzte der mit Essen fertig ist. Dreißig Mal sollte das Mindeste sein – pro Bissen, nicht für alles.
  • Iss nur bei Hunger und nicht weil es 12 Uhr ist oder du gerade Langeweile hast.
  • Isst nicht zu heiß oder zu kalt.
  • Trinke nicht zum Essen. Auch davor und danach lass mindestens 30 Minuten Pause. So hat deine Magensäure mehr Power und alles wird schneller verarbeitet.
  • Kümmer dich um die Regulierung deines Säure-Basen Haushaltes – mach ein Entsäurerungprogramm.

Es tut weh! Was kann ich schnell gegen Sodbrennen machen?

Bei einem Überschuss kannst du mit Mineralerde arbeiten. Die gibt es auch in praktischen Kapseln.

Bei einem Mangel können zunächst Säuretabletten helfen. Bau folgenden Lebensmittel in deinen Speiseplan ein um nachhaltig die Säureproduktion anzuregen:

  • Milchsauer vergorene Säfte z.B. Sauerkrautsaft
  • Bitterstoffe
  • Frischer Weisskohlsaft
  • Grüne Smoothies

Mach dem Helicobacter Pylori das Leben auf natürlichem Weg schwer

Dem Bakterium kannst du auch mit natürlichen Dingen auf den Pelz rücken und ihm so empfehlen sich aus dem Staub zu machen. Dein Magen wird es danken und sich am Kampf beteiligen.

Antibaktieriell wirksame Lebensmittel sind dein bester Freund. Achtung Nebenwirkung: auch andere gesundheitliche Beschwerden können sich bessern.

  • Weisskohlsaftkur – täglich frisch gespresster Saft, 1-3 Gläser
  • Kleine Mengen roher Weisskohlsalat (Weisskohl ist in der Naturheilkunde als Heilmittel gegen Magengeschwüre bekannt)
  • Kohlgemüse wie Brokkoli
  • Sprossen aus Brokkoli, Rettich, Radischen
  • Knoblauch – so hast du auch überall viel Platz 😊
  • Grapefruitkernextrakt
  • Zistrosentee
  • Triff Maßnahmen gegen Stress

Gesundheit ist eine Entscheidung. Entscheide dich für ein schmerzfreies Leben. Nimm dein Leben und deine Gesundheit selbst in die Hand. Es ist wunderbar selbstbestimmt zu Leben!

Interessant: die meisten würden für ihre Haustier mehr tun als für sich. Spricht definitv für die Tierliebe, doch sich selbst darf und soll man genau so lieben. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben!

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